Ein KI-Telefonassistent kostet in Deutschland im kleinsten bezahlten Tarif meist zwischen 30 und 120 Euro netto im Monat (Stand Oktober 2026). Was Sie am Ende zahlen, hängt vom Abrechnungsmodell ab: pro Minute, pro Anruf oder pauschal. Der Preis allein sagt aber wenig. Ein günstiger Assistent, der hölzern klingt oder Anliegen nicht löst, kostet Sie am Ende Aufträge.
Wie rechnen Anbieter von KI-Telefonassistenten ab?
Am häufigsten ist eine Monatspauschale mit Inklusivminuten. Für einen festen Betrag sind zum Beispiel 250 oder 1.000 Gesprächsminuten enthalten, jede weitere Minute kostet extra. Das ist gut planbar, solange man ungefähr weiß, wie viel telefoniert wird.
Einige Anbieter verzichten auf die Grundgebühr und rechnen jede Minute einzeln ab, ähnlich wie eine Prepaid-Karte. Das lohnt sich bei sehr wenigen Anrufen. Andere zählen nicht Minuten, sondern Anrufe oder „Konversationen“. Dann kostet ein kurzes Gespräch genauso viel wie ein langes, was bei vielen kurzen Anrufen teurer werden kann. Daneben gibt es Flatrates, bei denen alle Anrufe enthalten sind.
Weil die Modelle so unterschiedlich sind, lassen sich die Grundpreise kaum direkt vergleichen. Aussagekräftiger ist die Frage, was ein einzelner Anruf am Ende kostet. Dazu weiter unten mehr.
Was kosten die Anbieter?
Die folgende Übersicht zeigt jeweils den kleinsten Tarif laut Preisseite des Anbieters, abgerufen am 27. Oktober 2026. Preise ändern sich häufig, maßgeblich ist immer die aktuelle Seite des Anbieters. Dieser Artikel stammt von Vorzimmer, wir stehen deshalb selbst mit in der Tabelle.
| Anbieter | Abrechnung | Kleinster Tarif | Enthalten | Danach |
|---|---|---|---|---|
| sipgate sona | Pauschale + Minuten | 69,95 € (Starter) | 1.000 Minuten | laut Seite 0,10 bis 0,12 € je Minute |
| IONOS | pro Anruf | 39 € inkl. MwSt. | 30 Anrufe | 0,49 € je Anruf |
| SpeakKI | Pauschale + Minuten | 39 € | 300 Minuten | 0,15 € je Minute |
| VITAS | pro Konversation | 49 € | keine | 0,28 € je Konversation |
| Zeeg | Minutenpaket | 59 € | 250 Minuten | 0,25 € je Minute (Einzelkauf) |
| Placetel AI | Pauschale + Minuten | ab 69 € (netto/brutto nicht angegeben) | 750 Minuten | ab 0,13 € je Minute, Rufnummer 9 € |
| Vorzimmer | Pauschale + Minuten | 99 € | 250 Minuten | 0,25 € je Minute |
| fonio | Pauschale + Minuten | 119 € (99 € bei Jahreszahlung) | 1.000 Minuten | 100-Minuten-Paket für 15 € |
Alle Preise netto, sofern nicht anders angegeben.
Ja, wir von Vorzimmer gehören zu den teureren Anbietern in dieser Liste. Das hat einen Grund: Wir wollen den natürlichsten KI-Telefonassistenten auf dem Markt bauen. Einen, bei dem sich ein Anruf anfühlt wie ein Gespräch mit einem aufmerksamen Menschen am Empfang. Er hört zu, fragt nach, wenn etwas unklar ist, lässt sich unterbrechen und spricht so, wie man in Ihrem Betrieb eben spricht. Dafür arbeiten wir mit einem der leistungsstärksten Sprachmodelle, die es derzeit gibt, und an den vielen kleinen Dingen, die ein Gespräch erst natürlich machen.
Außerdem haben Sie bei uns den Vorzimmer Copilot: Für die Einrichtung und jede spätere Änderung sagen Sie ihm einfach, was Sie möchten, und er stellt alles für Sie ein. Das gibt es so bei kaum einem anderen Anbieter. Und wird es doch einmal komplexer, haben Sie bei uns derzeit einen persönlichen Ansprechpartner aus unserem Team, der Ihren Assistenten genau so einrichtet, wie Sie ihn haben möchten.
Ein reiner Preisvergleich hinkt also
Ein KI-Telefonassistent ist nur dann eine Hilfe, wenn er natürlich klingt und das Anliegen des Anrufers am Telefon wirklich löst. Klingt er hölzern oder versteht er nicht, worum es geht, legen Kunden auf und rufen beim nächsten Betrieb an. Schon ein einziger verlorener Auftrag kostet dann meist mehr als der Unterschied im Tarif.
Achten Sie deshalb darauf, wie das Gespräch läuft: Antwortet der Assistent kurz, fragt er nach und kommt er ohne lange Pausen aus? Kennt er Ihr Unternehmen, etwa aus Ihrer Website, und beantwortet er Fragen selbst, statt nur eine Nachricht aufzunehmen? Ein Assistent, der alles nur notiert, nimmt Ihnen keine Arbeit ab, zurückrufen müssen Sie trotzdem. Wichtig sind auch die Fragen rund um den Alltag: Gibt es jemanden, den Sie bei Fragen erreichen, und wo liegen die Daten Ihrer Anrufer?
Ein Punkt, der im Preis gar nicht auftaucht, ist der Aufwand für die Einrichtung. Bei manchen Systemen müssen Sie sich erst durch Anleitungen, Videos oder Schulungen arbeiten, Gesprächsabläufe selbst zusammenklicken und Anweisungen in einer Art Fachsprache formulieren. Das kostet Stunden, und bei jeder Änderung beginnt es von vorn. Fragen Sie deshalb vorher, ob Sie Ihrem Assistenten einfach in eigenen Worten sagen können, was er tun soll, und ob Ihnen dabei eine KI oder ein Mensch hilft. Ihre eigene Zeit gehört schließlich mit in die Rechnung.
Am schnellsten finden Sie das heraus, indem Sie selbst anrufen, zum Beispiel bei unserem Demo-Assistenten unter (040) 74304267. Achten Sie dabei weniger auf die Stimme als darauf, wie schnell die Antwort kommt, ob Sie unterbrechen können und ob der Assistent nachfragt, wenn Sie undeutlich sind. Ein paar Minuten Test sagen mehr als jede Preistabelle.
Was kostet ein KI-Telefonassistent am Ende wirklich?
Der Grundpreis ist nur die halbe Rechnung. Wie viel Sie tatsächlich zahlen, hängt davon ab, wie viel telefoniert wird. Aus unseren eigenen Gesprächsdaten wissen wir: Ein Anruf bei einem KI-Telefonassistenten dauert im Schnitt knapp zwei Minuten (Kundenanrufe von Mai bis Oktober 2026, ohne Testanrufe). Bei einem Minutenpreis von 0,15 Euro kostet ein Anruf damit rund 30 Cent, bei 0,25 Euro rund 50 Cent. Wer pro Anruf abrechnet, zahlt laut Tabelle 0,28 bis 0,49 Euro. Ein durchschnittlicher Anruf kostet also meist zwischen 25 und 50 Cent.
Das gilt allerdings nur, wenn das Inklusivvolumen auch genutzt wird. Ein Tarif für 39 Euro mit 300 Minuten reicht für rund 150 Anrufe. Kommen nur 20 Anrufe im Monat, kostet jeder davon knapp 2 Euro.
Dazu kommen Posten, die man leicht übersieht. Manche Anbieter berechnen die Rufnummer extra, auf die Sie Ihre Anrufe umleiten, zum Beispiel Placetel und fonio mit je 9 Euro im Monat oder Zeeg ab 1,21 Euro. Weiterleitungen an Mitarbeiter können zusätzliche Minuten kosten, und Funktionen wie Mehrsprachigkeit oder die Anbindung an eigene Software stecken nicht in jedem Tarif. Achten Sie außerdem darauf, ob ein Preis nur bei Jahreszahlung gilt und ob er netto oder brutto angegeben ist. IONOS etwa nennt Bruttopreise, die meisten anderen Nettopreise.
Der größte versteckte Posten steht allerdings auf keiner Rechnung: Ihre eigene Zeit. Wenn es bei der Einrichtung kaum Hilfe gibt, verbringen Sie schnell einen ganzen Arbeitstag oder mehr mit Anleitungen, Einstellungen und Testanrufen, und jede spätere Änderung kostet wieder Zeit. Ein einfaches Beispiel: Zehn Stunden Einrichtung bei einem Stundensatz von 60 Euro sind 600 Euro, bevor der erste Kunde anruft. Das ist so viel wie zehn Monate Preisunterschied zwischen einem Tarif für 39 und einem für 99 Euro. Ein Assistent, den Sie mit KI-Hilfe oder persönlicher Unterstützung in kurzer Zeit startklar haben, ist deshalb oft der günstigere, auch wenn sein Monatspreis höher liegt.
Rechnet sich ein KI-Telefonassistent?
Im Vergleich zu den Alternativen fast immer. Ein menschlicher Telefonservice verlangt bei den von uns geprüften Anbietern eine Grundgebühr von bis zu 74 Euro und dazu 0,55 bis 1,99 Euro je Anruf oder Minute. Bei 100 Anrufen im Monat kommen so grob 110 bis 270 Euro zusammen, Abende und Wochenenden kosten oft extra. Und dafür nimmt der Telefonservice meist nur eine Nachricht auf, denn seine Mitarbeitenden betreuen viele Firmen gleichzeitig und kennen Ihren Betrieb nur aus einer kurzen Beschreibung. Mehr dazu im Artikel Telefonservice oder KI-Telefonassistent?.
Eine eigene Teilzeitkraft für das Telefon kostet noch einmal deutlich mehr. Schon zum gesetzlichen Mindestlohn von 13,90 Euro je Stunde (Bundesregierung) ergeben 20 Wochenstunden rund 1.200 Euro brutto im Monat, dazu kommen etwa 21 Prozent Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung (TK). Und sie ist nur zu ihren Arbeitszeiten erreichbar, hat Urlaub und fällt bei Krankheit aus.
Auch bei wenigen Anrufen geht die Rechnung meist auf. Wer nur zwei oder drei Anrufe in der Woche bekommt, braucht keinen großen Tarif, sondern sollte dagegenrechnen, was ein verpasster Auftrag wert ist. Deckt schon ein zusätzlicher Auftrag im Monat die Kosten, ist die Frage beantwortet. Selbst ein Tarif aus dem oberen Preisbereich kostet nur einen Bruchteil einer eigenen Kraft und pro Anruf weniger als ein Telefonservice, und er ist rund um die Uhr für Ihre Kunden da.
Häufige Fragen
Gibt es kostenlose KI-Telefonassistenten?
Dauerhaft kostenlos und für den Alltag brauchbar eher nicht. Einzelne Gratis-Einstiegstarife gibt es, ihr Funktionsumfang ist aber stark eingeschränkt. Sinnvoller ist eine kostenlose Testphase, die die meisten Anbieter haben, von 5 Freiminuten bis zu 30 Tagen. So testen Sie im echten Betrieb, bevor Sie zahlen.
Was kostet ein KI-Telefonassistent für eine Arztpraxis?
Grundsätzlich dasselbe wie für andere Betriebe, es gelten die Preise aus der Tabelle. In Praxen kommt es aber besonders auf Datenschutz und Datenstandort an, denn am Telefon fallen Gesundheitsdaten an. Fragen Sie deshalb vorher, wo die Gespräche gespeichert werden und ob der Anbieter einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung anbietet.
Sind die Preise netto oder brutto?
Meist netto, also zuzüglich 19 Prozent Mehrwertsteuer. Ausnahmen gibt es, IONOS etwa nennt Bruttopreise. Für einen fairen Vergleich sollten Sie alle Angebote auf denselben Stand bringen.
Gibt es eine Mindestlaufzeit?
Bei den meisten Anbietern in unserer Übersicht sind die Tarife monatlich kündbar. Günstigere Preise gibt es teils nur bei Jahreszahlung oder 24 Monaten Laufzeit. Das steht meist klein neben dem Preis.
Selbst ausprobieren, bevor Sie rechnen: Mit Vorzimmer entsteht aus Ihrer Website in wenigen Minuten ein eigener Assistent, der Sie zum Testen anruft. Danach können Sie ihn 14 Tage im echten Betrieb testen, ohne Kreditkarte. KI-Telefonassistent kostenlos testen